Prototyp liegt auf dem Tisch

Vergiss die Massenmail an 100 Verlage: So findest du den Verlag für dein Brettspiel

Dein Familienspiel ist fertig. Die Regel steht, die Testrunden haben Spaß gemacht, der Prototyp liegt in der Kiste. Und jetzt? Du könntest es allen Verlagen schicken. Oder nur den drei, die genau so ein Spiel suchen. Nur: Welche drei sind das?

Wie viele Verlage gibt es eigentlich?

Allein bei Spiel direkt, der Genossenschaft für kleine Verlage, sind rund 100 Verlage gelistet. Dazu kommen große und mittlere Verlage und Verlage aus dem Ausland, die Spiele aus Deutschland annehmen. Zusammen sind das ein paar Hundert.

Warum nicht einfach überall einreichen?

Weil fast jeder Verlag nur bestimmte Spiele sucht. Der eine macht Kinderspiele ab drei Jahren, der nächste Partyspiele in der kleinen Schachtel, der dritte schwere Strategiespiele. Bei mir sind es nur cozy Spiele für eine oder zwei Personen.

Manche Verlage sind außerdem ausgebucht. Eine Einreichung, die nicht passt, kostet dich Zeit und den Verlag auch. Und die Absage sagt nichts darüber, wie gut dein Spiel ist.

Was, wenn dir jemand die Suche abnimmt?

Genau das habe ich gemacht. Ich habe die Einreichungsseiten von Verlagen zusammengetragen und jeden Eintrag selbst geprüft. Herausgekommen ist der Verlagsfinder: 68 Verlage aus Deutschland, Österreich, der Schweiz und dem Rest der Welt, die gerade Spiele suchen. Bei jedem steht, was er sucht, was nicht und wie du einreichst.

Wie nutzt du den Verlagsfinder?

  1. Filter setzen: Wähle alle Merkmale, die dein Spiel beschreiben, zum Beispiel Brettspiel, Familie und Kompetitiv. Fährst du mit der Maus über ein Merkmal, siehst du, was es bedeutet.
  2. Nach Stichwort suchen: Tipp zum Beispiel „Holz“ ein. Schau danach, ob das Wort unter „Sucht“ oder unter „Sucht nicht“ steht.
  3. Region und Sprache wählen: Reichst du auch auf Englisch ein, kommen viele Verlage aus dem Ausland dazu.
  4. Die Karten lesen: Am wichtigsten ist „Sucht nicht“. Steht bei einem Merkmal „offen“, macht der Verlag dazu keine Vorgaben.
  5. So einreichen, wie der Verlag es will: per Formular, E-Mail oder Video. Was du schickst und wie, steht unter „Was du schickst“ und „So geht’s“.

Bleibt die Liste leer, nimm ein Merkmal heraus oder starte über „Filter zurücksetzen“ neu.

Mein Verlag Cozumi Games steht immer ganz oben. Ob er zu deinem Spiel passt, zeigt dir die Karte: Ein Familienspiel für vier Personen fällt bei „Sucht nicht“ raus, so gut es auch ist. Siehste, funktioniert.

Kategorie
Charakteristik
Typus
Zielgruppe
Spielgefühl
Region
Einreichung auf

Quellen: Autorenseiten der Verlage und Verlagsprofile der Spiele-Autoren-Zunft. Geprüft im Oktober 2026. Manche Verlage haben ihre Angaben zuletzt 2020 aktualisiert; schau vor dem Einreichen auf die aktuelle Seite des Verlags. Klassifikation: Institut für Ludologie und Spieleverlage e.V.

Warum fehlen manche Verlage?

Drei Gruppen habe ich bewusst weggelassen: Verlage, die nur Spiele aus dem Ausland übersetzen, Verlage, die gerade nichts suchen, und Verlage ohne klaren Weg zum Einreichen. Darum fehlen auch bekannte Namen wie Board Game Circus oder Strohmann Games.

Kennst du einen Verlag, der fehlt? Schreib mir an mail@cozumigames.de.

Ist die Liste noch aktuell?

Ich prüfe den Verlagsfinder alle drei Monate, das nächste Mal am 5. Januar 2027. Verlage ändern ihre Wünsche aber auch zwischendurch. Schau darum vor dem Einreichen noch einmal auf die Seite des Verlags. Findest du einen Fehler, sag mir gern Bescheid.

Ist dein Spiel cozy und für eine oder zwei Personen gemacht?

Dann schick es mir. Ich suche gemütliche Spiele mit echten Entscheidungen, die in 10 bis 30 Minuten gespielt sind. Du bekommst regelmäßig Bescheid, wie weit ich bin, und einen fairen Vertrag.

Und für alle anderen Spiele gilt: Eine Mail an den richtigen Verlag bringt mehr als hundert an alle.

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